Sprechen Sie mit Ihrer Mannschaft – es ist gut für Ihre Karriere

Ein einmaliger Vorgang in der Bundesliga! Da steigt Jörn Andersen mit Mainz05 aus der 2. in die 1. Liga auf. Ganz Mainz singt und lacht gemeinsam mit dem Jörn, der tanzt auf dem Dach der Trainerbank. Alle klatschen ihm zu, das DSF spricht von der Krönung und jetzt, wo er endlich mal Bundesligatrainer werden kann – 3 Tage vor Saisonbeginn -, da wird er entlassen. Und was ist die Begründung? Kommunikation!

Herr Andersen wollte nicht mit den Spielern sprechen. Weder einzeln noch in der Gruppenansprache. Das Team fand das blöd, schielte auf die A-Jugend von Mainz05. Es sah, dass da die Jungs Spaß haben und alle miteinander reden und da schrien die neugebackenen Bundesligaspieler: “Das wollen wir auch!” Und jetzt ist der erst seit einem Jahr im Verein tätige Thoma Tuchel vom A-Jugend Trainer zum Cheftrainer befördert worden. Wie will er die Mannschaft führen? Mit einem „kommunikativen Führungsstil!“.

Merke: Ohne Kommunikation keine „1. Liga-Führungsverantwortung!“

2 Responses to “Sprechen Sie mit Ihrer Mannschaft – es ist gut für Ihre Karriere”


  • Na wenn das mal gut geht, ich denke nicht das die Hauptaugenmerk eines Bundesliga Trainers in der Kommunikation stecken muss. Aber die werden schon sehen was sie nun davon haben… dann wenn andere Aspekte fehlen werden sie spätestens den alten wieder zurück haben wollen.

  • Ich stimme Herrn oder Frau Badratgeber zu und gebe ein Beispiel, was passiert, “wenn andere Aspekte fehlen”:
    Mein Vater hat vor ein paar Jahren mal die von ihm lange Zeit sehr erfolgreich trainierte Herrenvolleyballregionalmannschaft DSW 1912 von sich aus verlassen, weil er keine Lust hatte so viel zu quatschen! Das entspreche nicht seinem “russischen Stil”, sagte er damals erklärend (und fand das absolut hinreichend).
    Alle Mühen des Teams, ja selbst das Zugeständnis des Mannschaftskapitäns, man wolle in Zukunft bestimmt die Klappe halten, vulgo: die Entscheidungen des Trainers nicht mehr ‘diskutieren’, wenn er nur bliebe, fruchteten nichts mehr.
    Als mein Vater sich entschlossen hatte, ging er, und kam nie wieder (“Konsequenz” gehört unbedingt zum russischen Stil!). Unter dem neuen kommunikativen Trainer fehlten dann “die Aspekte” und in dieser Saison sind sie, nach äusserst erfolglosen Jahren, endlich abgestiegen – ham se jetzt davon! Und genau so werden’s die Mainzer noch bereuen, dass sie statt eines wortkargen Wikingers einen A-Jugend-Babbler wollten!
    Armer Andersen!

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