Korruption im Business

Gerald Petersen am Mittwoch, 13. Dezember 2006

“In der Korruptionsaffäre bei Siemens ist der frühere Zentralvorstand Thomas Ganswindt verhaftet worden. Er sitzt wegen dringenden Tatverdachts in der Schmiergeldaffäre in der Justizvollzugsanstalt Landsberg in Untersuchungshaft.” Ex-Siemens-Vorstand inhaftiert, Financial Times Deutschland von heute, 13.12.2006.

Es geht hier nicht um Siemens, wir hatten die VW-Affäre und viele andere davor.

Muss man das Spiel mitspielen, ist das “Ehrgeiz”, “Sportsgeist”, “knallharte Ergebnisorientierung”? Oder ist das “kriminell”?

Ob es kriminell war - das festzustellen, bleibt den Gerichten überlassen. Ich denke aber, dass Ganswindt und Konsorten sich selbst nicht als Kriminelle gesehen haben. Wahrscheinlich sind sie überzeugt, “das Beste” für das Unternehmen zu tun. Nun, was für ein Desaster! Es geht um mehr als “nur” hunderte von Millionen Euro. Was für ein Vertrauensverlust, was für ein Imageschaden. “Kontraproduktiv” ist gar kein Ausdruck.

Zunächst, Ethik ist ein Wirtschaftsfaktor ersten Ranges. Das wird immer dann besonders deutlich, wenn es einen Mangel an Ethik gibt. Zweitens, diese Individuen schädigen sich selbst nachhaltig. Beides scheint schwer zu verstehen zu sein für manche Vertreter unserer wohlgebildeten Elite.

Führung braucht Werte, sonst ist sie hohl und wenn jemand hinter die Fassade schaut, bricht alles zusammen.

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1 Kommentar zu 'Korruption im Business'

  1. Mein Parteibuch schreibt:

    Siemens-Whistleblower in Norwegen…

    In jüngster Zeit häufen sich bei Siemens Kommunikationsprobleme mit der Außenwelt. Da hat Siemens so wunderschöne Anti-Korruptionsregeln, verpflichtet alle Mitarbeiter, sich an die Gesetze zu halten, ermutigt Whistleblowern und verspricht deren Sc…

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